Galit Seliktar und Anja Sieber
Seit Januar 2010 befinden sich die deutsche bildende Künstlerin Anja Sieber und die israelische Schriftstellerin Galit Seliktar in einem Dialog zum Themenbereich Sprache und Bild. Galit Seliktar schreibt und spricht Hebräisch. Anja Sieber schafft auf Grundlage von Gehörtem Bilder und Skulpturen. Dabei fungiert die Bildsprache als Kommunikationsebene und verdeutlicht Emotionen, die sich aus Intonation und Rhythmus der Laute der Sprache ergeben.
Beide Künstlerinnen verstehen die Sprache der jeweils anderen nicht. Lässt sich auf der Ebene der Kunst eine neue Form der Verständigung finden? In ihrer Zusammenarbeit untersuchen die Künstlerinnen, wie sich Kommunikation in einer solchen Situation materialisiert, wie sich Ideen in ihr transformieren, wie es trotz Unverständnis zu Verständnis kommt und welche Rolle Laute, Buchstaben und Farbe in diesen künstlerischen Prozessen spielen.
Der vielschichtige Austausch im Spannungsfeld von visuellen und sprachlichen Ausdrucksformen fand zunächst im virtuellen Raum statt. Im Juli 2010 begegneten sich beide Künstlerinnen zum ersten Mal persönlich. Eine Woche arbeiteten sie gemeinsam in Berlin. Die Prozesse und Ergebnisse des Austauschs wurden in einer Live-Performance / Lesung in der Akademie für Malerei in Berlin präsentiert.
Anja Sieber und Galit Seliktar im Interview bei Aviva-Berlin.de
Video der Performance
Booklet zum Projekt

© Dana Ariel, Berlin

© Dana Ariel, Berlin

© Dana Ariel, Berlin

© Dana Ariel, Berlin

© Dana Ariel, Berlin

© Dana Ariel, Berlin

© Dana Ariel, Berlin