Noa Giniger, geboren 1977 in Israel, schloss ihr Studium an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts in Paris 2005 mit Auszeichnung ab, verbrachte einen einjährigen Austauschaufenthalt and der School of Art and der Carnegie Mellon University in Pittsburgh (USA), und beendete 2008 einen zweijährigen Aufenthalt in De Ateliers in Amsterdam. Ihre Arbeiten wurden international ausgestellt, unter anderem in der Sommer Gallery for Contemporary Art, Tel Aviv, in der Chelouche Gallery, Tel Aviv, im De Appel Arts Centre, Amsterdam, im Institut Francaise, Berlin, im Herzliya Museum of Contemporary Art, und in den Galerien Access Gallery, Vancouver, De Inkjik, Amsterdam und Galerie Gabriel Rolt, Amsterdam. Giniger lebt und arbeitet in Amsterdam und Tel Aviv.
Die Tatsache, dass nichts sicher, stabil oder von Dauer ist, ist für Ginigers Arbeit von entscheidender Bedeutung. Unsere Versuche, solche Momente festzuhalten, sind zu Scheitern verurteilt. Innerhalb
der strengen physikalischen Gesetze unseres Universums, unserer linearen Zeit und Kräften wie der Erdanziehungskraft existieren technologische Entwicklungen und die Popkultur nebeneinander mit Begriffen wie Erfüllung, Sehnsucht, Einsamkeit und Alter. All diese Begriffe spielen in Ginigers Werk eine Rolle. Sie sind vereint durch das, was die Künstlerin „Eternal Contdowns“ nennt: Die Idee, dass alles in einem Zustand andauernden Niedergangs und Zusammenbruchs existiert, der alles sowohl wertvoll als auch zerbrechlich macht. Das Schaffen jeder Arbeit ist intuitiv und emotional, manchmal Resultat eines zufälligen Vorgangs. Häufig nimmt Giniger Handlungen, Wörter oder Sätze, die eng mit ihren eigenen Erfahrungen verbunden sind und eine für sie persönliche Bedeutung haben, und präsentiert sie anderen: ohne den persönlichen Hintergrund, die Biographie oder den speziellen Ort können sie eine ähnliche Regung im Betrachter hervorrufen, oder aber kalt und emotionslos wirken.




