Dagmar Rauwald wurde 1965 in Essen geboren. Sie studierte von 1986 bis 1993 bei Sigmar Polke an der Hochschule für Bildende Kunst in Hamburg. Neben Auslandsstipendien in Slowenien und Kroatien gewann sie 2004 den Theaterpreis der Bayrischen Theatertage. Rauwald hatte Einzelausstellungen beim Goethe Institut in Bologna (1996), in Toulouse (2005), Düsseldorf so wie Hamburg und ist zudem regelmäßig in Gruppenausstellungen und auf großen Kunstmessen wie der Art Cologne, Art Karlsruhe und Art Frankfurt zu sehen.
Die Malerei Rauwalds lebt von einem Höchstmaß an emotionaler Ausdruckskraft. Farbe wird in raschen Schwüngen auf die Folie aufgetragen und ballt sich dort körperhaft zusammen. (…) Eine gestische Malerei, die an das Action Painting oder Informel der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts erinnert und wie diese nach innen gerichtet scheint, um die eigene Psyche, die eigene emotionale Befindlichkeit zu erforschen und sichtbar zu machen. Doch anders als die Maler des Informel, die mit der Erforschung der eigenen Gefühlswelt die äußere Realität aus ihren Bildern ausschalteten, bleibt die Anbindung an die körperlich-gegenständliche Welt bei Dagmar Rauwald bestehen, formieren sich die Pinselschwünge zu Figuren und immer wieder zu Gesichtern.
Text: Christian Kaufmann



