Ein Ausstellungsprojekt mit Künstlern aus Hamburg und Tel Aviv
Alona Rodeh | Dagmar Rauwald | Gaston Zvi Ickowicz
Guy Goldstein | Hans Stuetzer | Jenny Michel
Michael Hoepfel | Nir Alon | Noa Giniger
Roey Heifetz | Thomas Baldischwyler | Tomer Sapir
Im Gängeviertel, Galerie Speckstrasse & Kutscherhaus
Kurator: Avi Lubin
Ort: Speckstraße 83-85 und Valentinskamp 28 a+b, 20355 Hamburg
Vernissage 9. Juni 2011 ab 19 Uhr
Führungen mit anschließender Diskussion: Sa 11. Juni 16 Uhr, Sa 18. Juni 16 Uhr, Sa 25. Juni 16 Uhr
Finissage 1. Juli 2011 ab 19 Uhr
Öffnungszeiten z.B. Do -So 15 – 19 Uhr und nach Vereinbarung 01704082165 oder 040 8813345
Mit dem Projekt „The End of History“ schließt der Tel Aviver Kurator Avi Lubin an die sehr erfolgreiche Ausstellung „Grandfather Paradox“ aus dem letzten Jahr an: zu den damaligen vier israelischen Künstlern hat er nun weitere Künstler aus Hamburg eingeladen, sich mit dem Themenkomplex Zeit, Zeitwahrnehmung und Geschichtsschreibung zu befassen. Das Projekt zeichnet sich durch ambitionierte künstlerische Positionen und deren Potential, aktuelle Diskurse mitzugestalten, aus. Es ist als
großes, kollaboratives Experimentierfeld zu anspruchsvollen, zeitgenössischen Überlegungen, die unseren Umgang mir Realität, Geschichtsschreibung und das Fassen von Wirklichkeit in Begriffsgebäuden behandeln, konzipiert. Die Idee, 1989 von Fukuyama vorgebracht, mit dem Ende der Sowjetunion und der nun umfassenden Verbreitung der Demokratie nach westlichem Vorbild seien wir in einem Endstadium der Geschichte angelangt, das keinen weiteren Fortschritt mehr zulässt, gilt heute als widerlegt. Sie dient bei kritischer Betrachtung aber als Reibungs- und Reflexionspunkt für Fragen, die aktueller nicht sein könnten: Wovon ist unser Zeitempfinden und unsere Geschichtsschreibung geprägt? Können wir einer immer komplexer werdenden Realität noch mit zweiwertigen Einteilungen in gut und böse, vorher und nachher oder wahr und unwahr gerecht werden? Bilden wir mit unseren Erzählungen und Semantiken die Wirklichkeit ab, oder erzeugen wir eine von unseren Begriffsgebäuden bestimmte Version der Wirklichkeit? In der Kunst bietet sich die einmalige Möglichkeit, diese Fragen nicht nur zu behandeln, sondern über sie hinauszugehen und durch die künstlerische Praxis selbst semantische Bezüge zu knüpfen, neue Begriffsgebäude zu errichten und alte Vorstellungen zu revolutionieren.
Mit freundlicher Unterstützung der Rudolf Augstein Stiftung

Presse:
Junge Freunde der Kunsthalle Hamburg
Winnie’s Magazin
GWAI








