Fresh Paint, die größte israelische Kunstmesse für zeitgenössische Kunst, und schir haben zwei Künstler, Karen Irmer aus Deutschland und Uriel Miron aus Israel, eingeladen, gemeinsam ein Projekt für die Messe zu realisieren. Miron hat dafür eine große Holzskulptur geschaffen, die mit den Bildern von Irmer kombiniert wurde.
Irmers und Mirons Projekt forderte den Betrachter auf, sich auf die Erfahrung von Kunst zu besinnen und all das zu erforschen, was zwischen dem Objekt und dem Betrachter liegt. Dabei bewegte sich der Betrachter zwischen der Einheit des Werkes und der Vielheit, die irgendwo zwischen ihm und dem Objekt liegt, zwischen der dynamischen Serialität in Miron’s Skulptur, die sich mit jedem neuen Blick einen Schritt weiter in den Raum zu entfalten scheint, und der zeit- und raumlosen Ruhe, die Irmer’s Fotografien zunächst bestimmt, deren undurchdringbare Oberfläche aber dann zunehmend mehr Details und Leben
preisgibt.
Das Projekt vollzog den Lauf der Zeit nach, hier eingefangen im Objekt, dort vom Betrachter verbracht. Mal zu einem einzigen Punkt kondensiert, mal in Raum und Zeit ausgebreitet. Von Fortschritt zu Stillstand, von Arbeit zu Ruhe, vom Prozess zur Einheit und vom Werk zum Betrachter – die Ebenen des Umgangs mit Kunst wurden erfahrbar.
Das Projekt zog eine große Anzahl von Besuchern an, die lange vor den Werken verweilten, den Begleittext studierten und oft mit den Künstlern ins Gespräch kamen. Im Salon der Fresh Paint fand in angenehmer Atmosphäre ein Künstlergespräch statt, auf dem Miron und Irmer ihre Zusammenarbeit und die Entwicklung ihrer Werke beschrieben.
2012 wird das Projekt in Augsburg fortgeführt.
Mit freundlicher Unterstützung von der European Cultural Foundation







